Ja und? Davon reden doch alle schon Jahrzehnte. Und was kommt dabei raus? Gewäsch, nichts weiter als Gewäsch in Form von Vorurteilen und nicht eingehaltenen Versprechen. Nehmen wir doch mal die Frauen die schon in “Amt und Würden” sind. Wieviele davon haben einen mittleren Beruf, mehrere Kinder allein groß gezogen und konnte “Beruf und Familie” ohne Probleme vereinbaren?

Richtig, egal was der geneigte Leser jetzt denkt.

Es ist wohl kaum möglich in einem System welches sich bei der Kindererziehung, bei der Pflege der Eltern und bei der Sockenpflege allein auf die Frauen stüzt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, dieses System wird noch ganz gezielt zementiert indem man Frauen weniger bei gleicher Tätigkeit bezahlt (das sollte als erstes untersagt werden, genau wie Leiharbeit), Frauen die Kinder zur Schule und Kindergarten karren läßt, die sich weithin mitnichten mit Arbeitszeit und Öffnungszeiten vereinbaren lassen, Männer die für ihre Kinder nicht zahlen einfach nicht “findet” und überhaupt viele alleinerziehende Frauen in die Sozialhilfe “entläßt”. Ein paar Trostpflaster wie Pflegegeld und eine kleine Aufstockung wenn ein bischen was mit Putzarbeit “dazu” verdient wird sind schon drin. Klar, daß eine Frau sich dann voll und ganz darauf konzentrieren kann im Beruf Karriere zu machen und sich in eine Führungsetage “hocharbeitet”.

Da kann man als Frau einfach nur noch sagen “wohl den letzten Schuß nicht gehört”. Danke für die Blumen zum Frauentag und Danke für die hoffnungslose Ironie die einem als Frau da aus den “Machtzentralen” entgegenschwappt. Mit einem 35 Euro Bildungsgutschein werden dann wohl die Töchter Karriere machen. Wers glaubt, aber es gibt ja dann Frauenquoten, die Hoffnung wächst.

2 Kommentare zu „Die EU will mehr Frauen in die Fuehrungsetagen“

  • mommy:

    frau muß eben nur “richtig” heiraten. Dann klappt das schon mit der Karriere und den Kindern. Aber ist schon klar, seit Jahren wird geplärrt daß Frauen nicht in Führungsposten kommen. Aber dabei bleibt es dann auch. Auch diejenigen die da plärren sind meist noch die Damen die sowieso von Beruf schon Tochter waren.
    Es war schon immer so, muß Personal abgebaut werden, waren die Frauen zuerst draußen, im Zweifel wurde der Betriebskindergarten geschlossen. Und schon mußten die Frauen selbst kündigen.

  • Unsere ganze Gesellschaftsstruktur war nie darauf ausgelegt Frauen in die Betriebe und damit dauerhaft in Führungspositionen zu bringen. Das fing schon mit der “kalten Sozialisierung” an, mit der Gemeindereform in den 70er Jahren und setzte sich überall mit der Zentralisierung durch. Wohnortnahe Kindergärten und die “Zwergschulen” verschwanden, kleine Läden wurden durch das Ladenschlußgesetz kaputt gemacht und viele Dinge mehr. Es sind und waren die Frauen welche ihre Kinder in Kindergärten und Schulen auf der Wiese unterbringen mußten, die alten Eltern in Altenheimen außerhalb von “Wohngegenden” besuchen mußten. So war zwar ein Führerschein für Frauen selbstverständlich, aber nur um die “Familienarbeit” aufrecht zu erhalten, nicht um tatsächlich selbstständig zu sein. Selbst die heutige Raumplanung denkt nicht daran, die in der Nachkriegszeit sowieso nicht, sonst wären “Menschenbunker” wie z. B. Gropiusstadt in Berlin garnicht entstanden.
    So fehlen schon mal alle erdenklichen strukturellen Ansätze um überhaupt an Karriere zu denken. Und das nicht weil man als Frau geboren wurde, sondern weil eben diese Struktur heute und früher von Männern erdacht wurde die ihre Putzfrau und Geliebte da haben wollten wo sie “hingehört”, ins Haus zu den Kindern.

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