Ja, chic, endlich kann man wieder schön polariseiren. Der Feminismus sei überholt (Schroeder) und Alice Schwarzer verneint das selbstverständlich. Wer hätte etwas anderes erwartet? Wer hätte auch nicht die Reaktionen von Links und Rechts erwartet?
Für überholt halte ich den Feminismus nicht. Er hat solange seine Berechtigung wie es Frauenhäuser und Diskussionen über Frauenquoten gibt. Es sollte sich nur endlich eine Definintion herausbilden die der Realität gerecht wird. So ein Schwachsinn wie etwa daß die männliche Sexualität die Unterdrückung der Frau beinhaltet, oder Männer automatisch einfach die Frau beherrschen wollen, sollte sich aus diesem Zusammenhang langsam verabschieden. Es hat nichts mit Feminismus zu tun, den Frauen vorschreiben zu wollen was sie zu empfinden haben, wie sie zu leben haben oder wie sie ihre Partner sehen sollen. Das sind zuviele Kämpfe an verschiedenen Fronten. Wenn die gesellschaftlichen Fakten so aussehen, daß niemand mehr darüber diskutieren muß, ob die Entlohnung für Frauen niedriger sein kann und daß Frauen mit Kindern genauso ihre Berufstätigkeit weiter führen können, ist dem Feminismus genug getan. Alles andere ist Bevormundung und führt nur dazu daß Frauen zwei Herren müssen. Der angeblichen Emanzipation und der eigenen Verwirklichung.
Die gesellschaftlichen Bedingungen müssen für beide Geschlechter wirklich gleich sein. Das braucht noch einige Zeit. Aber dazu müssen die Frauen auch selbst etwas tun, und sich nicht auf andere Frauen verlassen, die das Heil im Feminismus versprechen.
Es fällt auf, es äußern sich so gut wie immer Frauen zum Thema Feminismus, welche im Alltag wohl kaum Probleme damit haben, denn sie leben von dem Thema.

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