Angeblich soll der Prozess um Kachelmann noch bis ins nächste Jahr dauern. Auch wenn ich bis jetzt mit einen gewissen Desinteresse diese Nachrichten rum diesen Vergewaltigungsprozeß wahrgenommen habe, wundert mich so eine Meldung schon. Wem soll dieses ganze Theater dienen? Wem hält die Justiz da eigentlich den Steigbügel? Ist jeder Prozess um Gewalt gegen Frauen so langwierig oder nur solche bei denen Fernsehmoderatoren beteiligt sind? In meinen Augen wird hier auf Kosten von Frauen ein gewaltiger Medienzirkus inszeniert, welcher weder dem Opfer noch dem Angeklagten dient. Das Opfer welches beharrlich bei ihren, ob nun für wen auch immer glaubwürdig oder nicht erscheinenden, Aussagen bleibt, hat weniger von dem ganzen Verfahren. Ist es zu Ende, mit welchem Ausgang auch immer, Kachelmann wird genug mit seiner Geschichte verdienen. Der Frau, wird er nun mangels Beweisen, oder aus anderen Gründen, freigesprochen, bleibt immer noch ein fader Beigeschmack. Hat sie vielleicht doch gelogen? Oder doch Kachelmann? Man kann es drehen und wenden wie man will. Letztendlich, wird der Moderator nicht verurteilt, wird das ein mentaler Rückschlag für Frauen die jemals einer Vergewaltigung zum Opfer gefallen sind.
Ob das wirklich im öffentlichen Interesse liegt?
[Update 30.11.2010]
Kachelmanns Anwalt hat das Handtuch geworfen. Warum tut ein Anwalt sowas? Ahnung hat niemand, er hat nichts dazu gesagt. Aber irgendwo erinnert mich dieser Prozess nun an eine Liveshow. Der Auftritt findet zwar nur nach Gerichtstermin statt und die Sendezeit ist kürzer als im Wetterbericht, aber mit echter ernster Wahrheitsfindung hat das in meinen Augen nichts mehr zu tun. Also nehme ich diesen Prozess als das was es wohl sein soll, Entertainment. Dieser Moderator schafft es doch tatsächlich aus einer ernsten Angelegenheit eine Showtime zu produzieren. Es ist am Gericht das zu unterbinden, denn mit diesem Eindruck wird Gewalt in Beziehungen verharmlost.
