Artikel-Schlagworte: „websperren“
verteidigt ihren Vorstoss für Websperren.
Ja, muss sie ja wohl, sonst hätten ihre Verlautbarungen wohl wenig Sinn.
Allerdings frage ich mich immer wieder warum gerade weibliche Politiker mit diesem Unsinn um die Ecke kommen. Wir leben in einem demokratischen Staat. Dieser Staat sichert unantastbare Grundrechte zu. Diese Grundrechte haben selbstverständlich auch Kinder.
Und missbrauchte Kinder haben ein Recht darauf dass Bilder und Videos von diesem Missbrauch, falls sie im Netz kursieren, gelöscht werden. Die Betonung liegt auf gelöscht, nicht auf versteckt. Wenn diesen Leuten die Kinder doch so wichtig sind, warum gibt es keine Vorstösse auf internationale Abkommen, dass solche Dateien sofort und ohne Umwege gelöscht werden können. Dazu braucht man keine Websperren, im Gegenteil.
Mit welcher Logik wird denn hier vorgegangen? Wenn eine Seite bekannt ist, wird sie weiter geduldet, aber mit einem Sichtschutz? Was ist denn das für ein Verständnis von Kinderschutz? Was man nicht sieht, passiert auch nicht?
Ich betrachte das als eine Verletzung der Grundrechte von Kindern. Und damit ist das ein reiner Täterschutz, aber kein Schutz für die missbrauchten Kinder. Denn diese haben einen Anspruch darauf, dass diese Bilder sofort und ohne Umwege gelöscht sind.
Dafür müssen Möglichkeiten geschaffen werden, sofort und ohne Umwege löschbar und Punkt. Alles andere ist Profilierung auf Kosten der missbrauchten Kinder.
Bei der Nachricht hatte ich doch gleich wieder ein Stoppschild vor Augen. Und was ist, es geht doch wieder um Sperrung von Darstellungen des Kindesmissbrauchs. Und vorsorglich gleich zur Argumentation, dass es nicht um Meinungsfreiheit geht.
Zum einen, Kindesmissbrauch und jedes andere Verbrechen hat mit Meinungsfreiheit Null, aber auch Null zu tun.
Zum anderen, hat in der BRD eine wirklich breite Diskussion statt gefunden mit dem Konsens, Löschen statt Sperren.
Und das kann nur der einzige Weg sein, weg mit dem Dreck.
Genauso wie mit allen anderen Verbrechen die tagtäglich verübt werden.
Ich frage mich warum immer PolitikerInnen mit dem pschologischen Volkshammer Kindesmissbrauch aus der Versenkung auftauchen und die Implementierung einer Struktur im Netz fordern die Websperren politisch ermöglichen sollen.
Technisch ist das purer Aktionionismus, es müsste dafür eine Infrastruktur geschaffen werden wie in China. Dort wird zum Beispiel der Dalai Lhama “ausgeblendet” und das Massaker seinerzeit mit der die Studetenrevolution beendet wurde.
So kann man es natürlich auch machen, was man nicht sieht, hats nie gegeben oder gibt es auch nicht.
Kurz: Kindesmissbrauch an der Wurzel bekämpfen, Leute die diesen Dreck verbreiten, einknasten und zwar plötzlich.
Webseiten mit derartigen Inhalten löschen. Das kann jeder Provider machen bei dem die Seiten liegen. Jeder gelernte Netzwerktechniker beim zuständigen Provider kann diese Inhalte löschen und/oder unzugänglich machen.
Die Vergangenheit hat gezeigt dass dafür meist eine E-Mail reicht.
Man braucht dafür weder ein Stoppschild noch die Einführung einer passenden Zensurstruktur, die jederzeit für andere Inhalte genutzt werden kann.
Man braucht dafür auch nicht das Grundrecht der Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen, egal für welche Argumentation.
Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht, Kindesmissbrauch ein Verbrechen.
Beides in einer Argumentation für Websperren zusammen geht nicht.
Folge ich diesen Gedankengängen, dann müssen auch alle anderen Darstellungen von Verbrechen wie Mord und Totschlag hinter ein Stoppschild. Es werden auch Kinder aus nicht sexuellen Motiven geschlagen, ermordet und an Waffen gezwungen. Kinder verhungern, verdursten, sind und werden krank und verkommen im Elend. Das sind auch Verbrechen, aber wieso sollen diese dann nicht hinter einen Vorhang? Nehmen diese Kinder keinen Schaden oder sind seelisch verkrüppelt?
Gilt Kindesmissbrauch nur für Sexualstraftaten, alles andere ist halt so und nicht zu ändern?
